Was Männer können

[23.05.2012] Gast

Multisensorische Sinnesreise und interessante Erkenntnisse

Wellness Reloaded, denn Themen wie Sinnlichkeit und Körperwissen sind für die Frau von heute – insbesondere für die moderne Frau inmitten unserer Hochleistungsgesellschaft – von immanenter Bedeutung.

> ERKENNTNIS 1

Multisensorische Sinneseindrücke

Multisensorische Sinneseindrücke

Im Spa gilt: Konsequente holistische Gestaltung von Räumen, also das komponierte Verschmelzen verschiedener Sinneseindrücke, unterstützt Frauen in ihrer Entspannungsfähigkeit.

»Ich spürte, dass ich mich ohne viel Übung selbst zentrieren kann.«

Oder wie es eine andere Besucherin noch deutlicher ausdrückte: »Hier kann ich meine Lösungen selbst finden – ohne die Hilfe eines Therapeuten.« Dieser Aspekt des Selbst stärkt in vielen Frauen das Gefühl der Unabhängigkeit und Eigenkompetenz.

Das Grundmotiv unserer westlichen Wertewelt – nämlich Hilfe von Aussen zu brauchen, sich also nicht selbst helfen zu können – wurde vielfach thematisiert. Frauen konnten mit der AlphaSphere nun die Erfahrung machen, weitgehend selbständig heilvolle Entspannungszustände zu erreichen. Eine Klientin bringt dies auf den Punkt, wenn sie davon spricht, dass sie »hier Patientin und Therapeutin in einem« gewesen sei.

> ERKENNTNIS 2

Nicht jeder Mensch lässt sich von einem Therapeuten gerne berühren, egal ob nun körperlich oder verbal. Für das moderne Spa gilt es, sich auf die Suche nach alternativen Angeboten zu machen, die ohne Therapeuten eine intensive sinnliche Erfahrung ermöglichen – auch als Einstieg in weiterführende Behandlungsformen oder zur Intensivierung bereits durchgeführter Treatments.

»Eine so tiefe Entspannung wie nach einem Orgasmus.«

Ja, solche Aussagen sind immer wieder gekommen. Heikel aber wichtig ist der Fakt, dass wir unsere Sexualität im Spa nicht vor der Eingangstür abgeben können. Sondern gerade hier im Spa, wo Körperlichkeit sicht- und spürbar wird, ist es wichtig, dieses urmenschliche Thema nicht zu tabuisieren.

Vielmehr sollten wir es von Anfang an in Planung und Gestaltung miteinbeziehen, damit es für die Gäste später nicht in eine angespannte oder gar peinliche Atmosphäre umschlägt. Und auch beim Thema Sexualität ist es ratsam, den Frauen besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. »Mich kribbelt es jetzt überall, so angenehm anregend, bis unter die Haut«, formuliert es eine Besucherin unmittelbar nach ihrem eigenen Alpha-Erlebnis. Dass v.a. die ganzkörperliche Empfindsamkeit bei Frauen höher ist als bei Männern, hat sich in vielen Interviews gezeigt. Gerade die Hülle des Menschen, die Haut, ist bei Frauen wesentlich feinfühliger.

> ERKENNTNIS 3

Die sinnlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau gilt es im Spa sowohl bei speziell entwickelten Treatments zu beachten, als auch bei der sensiblen Einrichtung und Gestaltung besonders geschützter Bereiche – bis hin zu fantasievollen Nischen und poetischen Kokons …

»Ich fühle mich jetzt irgendwie vollständiger.«

Oder wie es eine andere Besucherin ausdrückte: »Da war jetzt alles drinnen, was die Welt heute braucht.« Ein feminines Urproblem, das in unserer Gesellschaft durch den Beauty- und Anti-Aging-Wahn fröhlich verstärkt wird: Nämlich dass wir, und gemeint sind damit vor allem Frauen, uns selbst nicht so genügen, wie wir sind. Stattdessen werfen wir lieber den Blick auf das, was uns zum – früher gesellschaftlich, heute primär medial geprägten – Idealbild noch fehlt.

Die Studie zeigt nun, dass intensive multi-sensorische Settings wie die AlphaSphere in vielen Frauen ein Gefühl der eigenen Vollständigkeit erzeugen und fördern können. Eine Heiltherapeutin mit 20-jähriger Erfahrung hat vom »ozeanischen Gefühl« gesprochen, welches uns eine innigere Verbundenheit, ja sogar »Verschmelzung« mit unserer Umwelt spüren lässt. Die dabei erreichte, positive Veränderung in der Wahrnehmung von »Ich und Welt« hat sich als wesentlicher Faktor für nachhaltige Erkenntnis- und Heilungsprozesse herauskristallisiert.

> ERKENNTNIS 4

Wenn es uns im Spa gelingt, das Gefühl der femininen Ganzheit/Komplettheit zu stärken, so ist aus meiner Sicht auch tatsächlich gesellschaftlich Relevantes geschehen!

»Das geht zurück zum Fötus-Bewusstsein.«

Mit diesem Zitat wird ein zentrales Wirkmoment der AlphaSphere angesprochen: Ihr sensorisches Angebot ermöglicht den Wiedereintritt in eine Sinneslandschaft, wie sie für unsere frühe Welterfahrung in der pränatalen Entwicklung, im Mutterleib, charakteristisch ist. Es handelt sich um eine Welterfahrung, in der der visuelle Sinn noch nicht in Führung gegangen ist, in der die Einzelsinne nicht in der erwachsenentypischen Weise voneinander getrennt sind und in der der Sinn und die Sinne noch als Einheit wahrgenommen werden.

Unterstützt wird dieses Thema in der Studie durch die hohe Sensibiliät mit der schwangere Frauen auf das holistische Alpha-Erlebnis reagiert haben: Es ging so weit, dass einige schwangere Frauen, die das, was nichtschwangere Frauen als »total angenehm« bezeichnet haben, als »anstrengend« und »gar nicht entspannend« empfanden. Ich selbst habe mich für diese ungewöhnlichen Reaktionen interessiert. Und gemeinsam mit einigen schwangeren Frauen habe ich dann ein spezielles Klang- und Resonanzprogramm entwickelt, das heute als »Sensitive Programm« an vielen Orten in Einsatz ist und insbesondere von körperlich hochsensiblen Frauen großen Zuspruch erntet.

> ERKENNTNIS 5

In multi-sensorischen Räumen, die nicht primär visuell, sondern auch klingend, schwingend, tastend etc. komponiert sind, scheint sich eine besondere Art von Erinnerungsvermögen aufzutun – ein Resonanzgefühl mit vorgeburtlichen Wahrnehmungs- und Erfahrungswelten. Eine große Chance und gleichzeitig eine interessante und anspruchsvolle Zielgruppe für das Holistic Spa von Morgen!

»Kein Déjà-vu, sondern ein authentisches Erlebnis mit authentischer Botschaft.«

Die Zeit des schnellen Behübschens, des Vortäuschens, des So-tun-als-ob im Spa ist vorbei. Aus ist das Zeitalter des Wellness-Kitsch! Aufrichtigkeit, Authentizität und volle Identifikation mit dem, was hier im Spa angeboten wird, sind heute gefragt. Dazu kommt, dass viele Spa-Besucherinnen mittlerweile selbst über ein so hohes Fachwissen verfügen, dass das Spa-Personal vielfach gefordert ist.

Denn diese privaten Wellness-Expertinnen sind durchaus in der Lage, Imitationen, billige Nachmache, aber auch »Fake-Luxury« rasch zu entlarven. Angebote wie die AlphaSphere wird es in Zukunft immer mehr geben – sie ist ursprünglich ja gar nicht als Spa-Treatment, sondern als Kunstwerk und Wahrnehmungsexperiment ohne Ausrichtung auf einen bestimmten Markt oder eine definierte Anwendung entwickelt worden. Von erfahrenen Spa-Besucherinnen wird heute das Eigenwillige und Besondere solcher Out-of-the-box Angebote als reizvoll empfunden und der weitverbreiteten Nach-Mach-Masche vorgezogen.

> ERKENNTNIS 6

Ein neues Motiv tritt in Erscheinung:

Der Mensch will wieder Staunen lernen. Für das High-End Spa gilt daher der Schlüssel: aussergewöhnlich und bemerkenswert. In bemerkenswert steckt merken. Denn nur jene Spas, die in der Lage sind, ihren Gästen authentische Erfahrungen zu kreieren, die sie sich merken und die sie im Freundeskreis besprechen, haben das Zeug zur nachhaltigen Wirkung.

»Dieses unglaubliche Erlebnis versöhnte mich mit meinem Geburtstrauma.«

Mit diesem finalen Zitat, ausgesprochen von einer 30-jährigen Frau, die in der AlphaSphere das Trauma des Kaiserschnitts ihres ersten Kindes verarbeiten konnte, möchte ich die Kontextbreite für das Spa von Morgen weiter öffnen. Ohne da jetzt große Heilsversprechungen abgeben zu wollen, kann ich es nicht verschweigen, dass es mich als Künstler immer wieder aufs Neue fasziniert, wie weit die Wirkung dieser multi-sensorisch komponierten Settings reichen kann: Denn nicht nur im Einzelfall, sondern großteils haben sich anschließend an die Alpha-Erfahrung intensive Gespräche ergeben, die das Potential hatten, die Beziehung zu sich selbst und zur eigenen Weltwahrnehmung neu anzuschauen. Gerade Frauen haben sich hier besonders gesprächig gezeigt.

Für das Spa der Zukunft sehe ich darin eine große Chance: An diesen kostbaren Zustand der tiefen Entspannung und Gelassenheit gilt es mit aller Sensibilität anzuschließen und für Frauen neue Angebote des Empowerments, des Coachings, ja und sogar der Gestalt- und Gesprächstherapie zu kreieren. Diese Öffnung ist nicht zuletzt deshalb eine Chance, da die therapeutische Erfahrung hier im Spa »leichtfüßiger« daherkommt als in einer vielfach vorbelasteten Therapiepraxis.

> ERKENNTNIS 7

Raumkonzept im Hangar7

Raumkonzept im Hangar7

Wellness ist in den letzten Jahren ernsthafter geworden und entwickelt sich in Richtung einer ganzheitlichen Kultur: Die holistischen Wellnessangebote und das Spa-Design für die Frau von Morgen werden mentale Aspekte der Psychologie, Philosophie und Kunst genauso integrieren wie letztlich auch spirituelle Perspektiven der großen Lebensfragen.

 

Und wo bleiben die Männer?

Nun, nach eingehender Betrachtung spezifisch weiblicher Wahrnehmungswelten, wie sie sich in dieser Studie gezeigt haben, regt sich natürlich schon auch das Interesse an der anderen Seite: Was haben Männer wahrgenommen? Und was haben sie gesagt? Ohne detaillierte Analyse lässt sich dazu schon heute eine triviale Hypothese aufstellen: Auch Männer werden vermutlich ihre eigenen, spezifisch männlichen Wahrnehmungsqualitäten an den Tag legen. Mehr dazu gibt es von mir in Bälde, unter dem durchaus selbstironischen Arbeitstitel: »Was Männer können«.

Holistic Interior Design

Aber wenn nun Frauen und Männer in ihrer Wahrnehmung so verschieden sind, stellt sich abschließend natürlich die Frage, ob wir denn überhaupt Räume – und in unserem Fall ganze Spas – so gestalten können, dass sie für beide stimmen? Uns kann dies gelingen, wenn wir so ein Spa von Anfang an holistisch komponieren, wie ein großes Gesamtkunstwerk: Auf der einen Seite mit intimen Bereichen, die klar weiblich oder klar männlich gestaltet sind.

Auf der anderen Seite brauchen wir aber auch einen sensibel komponierten Gemeinschaftsbereich, der die gelungene Kommunikation zwischen dem Weiblichen und dem Männlichen symbolisiert. Und wenn wir jetzt in einem solchen Prozess nicht nur das visuelle Design im Auge haben, sondern sich das Verständnis von Design auf alle Sinne des Menschen bezieht, dann beginnt eine:

Neue Ära im Spa !

Denn multi-sensorisches Interior Design kann nicht nur faszinierende Atmosphären kreieren, sondern kann im Spa besonderen Ritualen und Prozessen Sinn und Bedeutung geben – eine Art zu bauen, wie sie frühere Kulturen, beispielsweise die alten Römer in ihren weitläufigen Badeanlagen, sehr gut verstanden haben. Mir schwebt die Entwicklung einer neuen, zeitgenössischen Kultur von Healing Architecture & Design vor, die eine spezifisch multi-sensorische Sprache von Formen, Gestaltungen und Materialien ausprägt – zur Begünstigung von Entspannung, Energetisierung und Heilung.

Bildquelle und Text © sha. / Gastbeitrag Mai 2012

Mehr Informationen zu sha. und seinen multi-sensorischen Wellness Concepten

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Kommentare

Danke für den tollen Beitrag!

Die AlphaLiege haben wir auf dem Foto sofort wiedererkannt! :-)
Unsere Botschafterin Inga hatte auch schon darüber berichtet http://blog.ichzeit.info/2012/04/11/die-alphaliege-oder-das-%E2%80%9Eraumschiff-fur-die-reise-ins-innere/ und war sehr entspannt!

Sehr entspannt und schnell in eine ganz andere Wellness Welt eintauchen. Wußtest Ihr, dass das weibliche Gehirn immer auf 90% seiner Leistung arbeitet und nicht weiter abschalten kann? Wie wichtig ist dann also, gerade für Frauen, eine “Wellness-Hilfe” die Abschalten und loslassen lässt :-)

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